Die Organisation der Diebe im Gesetz (Wory w sakone) entstand während der Stalin-Ära in Gefangenenlagern, sogenannte GULags. Die Diebe im Gesetz sind international in der organisierten Kriminalität tätig und gelten als die Russische Mafia. Trotz der Mafiastrukturen und den verübten Straftaten, bei denen auch Zivilisten zu Opfern werden, sind die Diebe im Gesetz in der bürgerlichen Gesellschaft hoch angesehen.
Die Mitglieder stammen zum großen Teil aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und leben nach ihren eigenen Regeln, das russische Gesetz interessiert dabei nicht. Zu den eisernen Regeln gehört in erster Linie die Schweigepflicht gegenüber der Polizei und verbietet jegliche Zusammenarbeit mit den Gesetzeshütern. Außerdem dürfen die Gangster keinen normalen Beruf ausüben und keine Familie gründen, weshalb sich die Organisation schon grundsätzlich von den Mafia-Familien unterscheidet.
Ein Teil des erwirtschafteten Geldes wird zentral in einer gemeinsamen Kasse eingezahlt, um zum Beispiel inhaftierte Mitglieder finanziell zu unterstützen. Die regelmäßigen Treffen sind Pflicht. Markante Tätowierungen der Diebe im Gesetz sind ein Haupterkennungsmerkmal. Die Tattoos verraten viele wichtige Informationen, wie z.B. den Status des Diebes und seine Verurteilungen und Haftstrafen. Der Offizier und Autor Danzig Baldajew erforschte diese jahrelang.
Heutzutage lassen sich manche Gangster die Tätowierungen entfernen, um in der Öffentlichkeit nicht negativ aufzufallen. Der Film “Tödliche Versprechen - Eastern Promises” basiert auf diesem Thema.
Jeder weiß Bescheid über den von den Europäern organisierten Sklavenhandel von Afrika nach Amerika und über die elf Millionen Afrikaner, die unter schlimmsten Bedingungen wie Vieh auf Sklavenschiffen verfrachtet wurden. Dieser Menschenhandel ist heute Gegenstand einer aktiven Vergangenheitsbewältigung. Weniger bekannt ist jedoch der Verkauf von Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient und in die arabisch-muslimische Welt. Schätzungen zufolge wurden im Laufe von 14 Jahrhunderten insgesamt 17 Millionen Afrikaner als Sklaven in muslimische Länder verkauft.
Außerdem befasst sich die Dokumentation mit dem der Öffentlichkeit noch weniger bekannten innerafrikanischen Menschenhandel, den afrikanische Königreiche Jahrhunderte lang betrieben - lange bevor die Europäer die afrikanischen Küsten für sich entdeckten. Ferner veranschaulicht die Dokumentation durch bisher unveröffentlichte Fotos, dass der Sklavenhandel in der muslimischen Welt und Schwarzafrika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weiterblühte.
Wie wurden die Sklaven gefangen genommen? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Diese und andere Fragen beantworten die Experten Salah Trabelsi, Ibrahima Thioub, Henri Medard und Mohamed Ennaji. Die arabischen und afrikanischen Historiker erläutern, warum die Geschichte des Sklavenhandels in der afrikanischen und muslimischen wie in der westlichen Welt ein heikles Thema ist und bleibt. Dahinter stehen diverse Ängste: Angst davor, den Sklavenhandel nach Amerika zu banalisieren, Rachegedanken zu schüren und des Rassismus oder der Kolonisierung beschuldigt zu werden - alles Gründe, die einer Vergangenheitsbewältigung heute noch im
Wege stehen. (Quelle: Arte.tv).
Die Kids aus den trostlosen Problemvierteln deutscher Städte leben in ihrer eigenen Welt, die häufig aus Drogen, Rap-Musik und Sex besteht. Als Liebesersatz? Diese Leidenschaft teilen Cheeks, Jenny, Nadine, Roger und Yasmina mit ihren jungen 13 bis 19 Jahren. Ihr größter Wunsch ist eigentlich Etwas, das selbstverständlich sein sollte: ein Job und eine gute Familie.
Leider stehen die Chancen nicht für jeden gleich. Das wissen auch der berühmte Rapper Kool Savage und der Arche-Gründer Bernd Siggelkow (”Unser Erfolg ist der Misserfolg der Gesellschaft”). Eine ausführliche Rückschau gibt es hier.
Griselda Blanco wuchs in einem Armenviertel in Medellin/Kolumbien bei ihrer alkoholkranken Mutter auf, die Griselda immer wieder schlug und von Freiern missbrauchen lies. Im zarten Alter von 13 Jahren schloss sie sich einer Strassenbande an mit der sie einen elfjährigen Jungen entführte und anschließend durch einen Kopfschuss tötete, da die Familie des Opfers das Lösegeld nicht bezahlte. Als Jugendliche flüchtete Griselda in die Stadt, schlug sich als Prostituierte durch und begann ihre Karriere im Kokaingeschäft.
Mit der Zeit wurde Griselda Blanco zur “Königin des Medellin-Kartells”, verdiente Milliarden US-Dollar und gab rund 200 Morde in Auftrag. Monatlich schmuggelte Griselda durchschnittlich 1500 Kg Kokain in die USA und gilt als Mitverantwortliche des blutigen Drogenkrieges in Miami in den 80er Jahren, welcher im ersten Teil der Cocaine Cowboys behandelt wird.
Die bisexuelle Griselda Blanco gilt als Sadistin und ist aufgrund ihrer Erfahrungen und dem schweren Drogenmissbrauch unheilbar schizophren. Ihren Spitznamen “Schwarze Witwe” bekam Griselda, da sie ihre Ex-Ehemänner angeblich skrupellose ermorden lies oder selbst tötete. Es gibt zahlreiche grausame Geschichten über Griselda Blanco - bspw. folterte sie ihre beste Freundin und zersägte sie lebendig.
1985 wurde Griselda Blanco verhaftet, verbüßte 20 ihrer 61-jährigen Haftstrafe und wurde 2004 nach Kolumbien abgeschoben. Drei ihrer vier Söhne wurden noch vor Griselda abgeschoben und wenige Tage später erschossen.