Die Organisation der Diebe im Gesetz (Wory w sakone) entstand während der Stalin-Ära in Gefangenenlagern, sogenannte GULags. Die Diebe im Gesetz sind international in der organisierten Kriminalität tätig und gelten als die Russische Mafia. Trotz der Mafiastrukturen und den verübten Straftaten, bei denen auch Zivilisten zu Opfern werden, sind die Diebe im Gesetz in der bürgerlichen Gesellschaft hoch angesehen.
Die Mitglieder stammen zum großen Teil aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und leben nach ihren eigenen Regeln, das russische Gesetz interessiert dabei nicht. Zu den eisernen Regeln gehört in erster Linie die Schweigepflicht gegenüber der Polizei und verbietet jegliche Zusammenarbeit mit den Gesetzeshütern. Außerdem dürfen die Gangster keinen normalen Beruf ausüben und keine Familie gründen, weshalb sich die Organisation schon grundsätzlich von den Mafia-Familien unterscheidet.
Ein Teil des erwirtschafteten Geldes wird zentral in einer gemeinsamen Kasse eingezahlt, um zum Beispiel inhaftierte Mitglieder finanziell zu unterstützen. Die regelmäßigen Treffen sind Pflicht. Markante Tätowierungen der Diebe im Gesetz sind ein Haupterkennungsmerkmal. Die Tattoos verraten viele wichtige Informationen, wie z.B. den Status des Diebes und seine Verurteilungen und Haftstrafen. Der Offizier und Autor Danzig Baldajew erforschte diese jahrelang.
Heutzutage lassen sich manche Gangster die Tätowierungen entfernen, um in der Öffentlichkeit nicht negativ aufzufallen. Der Film “Tödliche Versprechen - Eastern Promises” basiert auf diesem Thema.
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