Als Sohn italienischer Einwanderer kommt Giorgio Basile 1961 mit seinen Eltern nach Deutschland und wächst in Mülheim an der Ruhr auf. Er besucht die Schule, spricht perfekt Deutsch und macht eine Lehre zum Schlosser.
Ein Freund der Eltern lädt Basile nach Corigliano, dem Heimatdorf seiner Eltern in Kalabrien/Italien, ein und zeigt ihm die Welt der Mafia - dazu gehört auch die Ermordung eines ehemaligen Mitglieds indem das Opfer den Schweinen zum Fraß vorgeworfen wird. Die Ehrenmänner und das Gesetz des Schweigens (Omerta) faszinieren und motivieren ihn, schnell in der Hierarchie der Ndrangheta aufzusteigen.
Unter dem Spitznamen “Engelsgesicht” raubt, erpresst und mordet Giorgio Basile in Italien, den Niederlanden und in Deutschland. Mindestens 30 Morde, im Auftrag der kalabresischen Mafia Ndrangheta, gehen auf das Konto von Giorgio Basile.
1998 wird Giorgio Basile vom bayerischen Landeskriminalamt im Allgäu verhaftet. Er bricht die Omerta, sagt gegen die Mafia aus und kommt als Gegenleistung in das italienische Zeugenschutzprogramm. Mit einer neuen Identität lebt er heute anonym unter Polizeischutz irgendwo in Italien. Die Ndrangheta hat ein Kopfgeld auf Giorgio Basile ausgesetzt und wird ihn bis zu seinem Lebensende jagen.
SIEGEL-TV Autor Peter Hell ist es gelungen, das erste und einzige Fernsehinterview des ehemaligen Mafia-Boss aufzunehmen.
“Ich bereue nichts. Meine Opfer hatten den Tod verdient!”
Teil 1/3
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